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	<title>"Geh' nach Haus …"</title>
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	<description>Herbert Karl Funk</description>
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		<title>Kriegseinsatz</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 19:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>funk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Musterung zur Wehrmacht Im Sommer 1944 wurde ich als 15-jähriger neben einigen weiteren Jahrgangskameraden aus Oberesslingen in der Kaserne oberhalb der Esslinger Burg für die Wehrmacht gemustert und KV (kriegsverwendungsfähig) geschrieben. Mein Stolz hielt sich in Grenzen, denn ich war mir bewusst, jederzeit in den Krieg eingezogen werden zu können. Am Anfang des Krieges zogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Musterung zur Wehrmacht<span> </span></strong></h2>
<p><strong><span></span></strong>Im Sommer 1944 wurde ich als 15-jähriger neben einigen weiteren Jahrgangskameraden aus Oberesslingen in der Kaserne oberhalb der Esslinger Burg für die Wehrmacht gemustert und KV (kriegsverwendungsfähig) geschrieben. Mein Stolz hielt sich in Grenzen, denn ich war mir bewusst, jederzeit in den Krieg eingezogen werden zu können. Am Anfang des Krieges zogen die KV-ler direkt nach der Musterung in Gruppen fröhlich durch Esslingen, jeder mit bunten Bändern am Revers. Sie fühlten sich jetzt als richtige Männer. Im letzten Kriegsjahr war die Begeisterung aber nicht mehr dieselbe. Im gleichen Jahr traf sich der Esslinger Jahrgang 1928 auf dem Schulhof des Esslinger Gymnasiums, um gemeinsam ein Gelübde als Kriegsfreiwillige abzulegen. Eine Ablehnung war unvorstellbar. Jeder erhielt eine Urkunde und durfte als sichtbares Zeichen (Kriegsfreiwilliger) eine rote Kordel am Schulterstück seiner Hitler-Jugend-Uniform tragen. . . .<strong>Spezialausbildung, Kriegseinsatz</strong></p>
<p>Ende März 1945 war ich bei meiner Einheit in Berlin-Güterfelde angekommen. Wir waren wieder in Baracken untergebracht, aber mitten im Areal befand sich ein schönes Haus, eher ein Schloss, in welcher die höheren Dienstgrade ihr Essen einnahmen und das auch noch als Kasino eingerichtet war.<br />
Ich bekam umgehend meine Uniform und der Zauber ging gleich los. Wir marschierten auf ein Übungsgelände mit höhlenartigen Gängen und sollten uns hier mit dem neuen Sturmgewehr vertraut machen. Das Magazin hatte ca. 30 Patronen und man konnte das Gewehr für Einzel- und Dauerfeuer einstellen. Es wurden Pappsoldaten aufgestellt, auch in den Gängen, und wir mussten im Eiltempo losrennen. Während des Laufs aus der Hüfte schießend die Pappsoldaten treffen. Diese Ausbildung galt dem Nahkampf. Obwohl ich in der Hitlerjugend und im Reichsarbeitsdienst zu den guten Schützen gehörte, traf ich anfangs fast nichts. Bisher hatte ich ein Visier mit Kimme und Korn und jetzt war alles anders. Das Schießen aus der Hüfte erforderte Gefühl und Training. Nach ein paar Tagen hatte ich den Dreh raus <span></span>und schoss ganz gut. Panzerfaustschießen und so manches andere waren<span> </span>auch noch an der Reihe. . . .<br />
<font color="#ffffff">1</font><br />
Am 19. April fuhren wir mit Fahrrädern im Morgengrauen in Richtung Berlin-Stahnsdorf und Teltow. Wir erhielten den Befehl, Männer mit ihren Fahrrädern auf ihrem Weg zur Arbeit zu stoppen und ihnen die Fahrräder abzunehmen. Sie erhielten dafür eine Quittung, dass sie sich einen Geldbetrag abholen können. Wir waren ca. 60 Mann und sollten nach Ausführung des Befehls wieder schnellstens nach Güterfelde zurück. Niemand fühlte sich dabei wohl in seiner Haut, aber Befehl war Befehl. Obwohl wir ein Viertel fast abgesperrt hatten, kam es zu richtigen Radrennen, wenn uns einer entwischen wollte. Die Männer baten uns, ihnen die Fahrräder zu lassen, wir kannten aber kein Erbarmen und nahmen ihnen die Fahrräder ab. Bei der Rückfahrt musste jeder das zweite Rad neben sich mitführen, was gar nicht einfach war. . . .<span><br />
<font color="#ffffff">1</font><br />
</span><span></span><span></span>Am 20. April hörten wir schon die Geschütze der anrückenden russischen Armee. Die Ereignisse überschlugen sich und unsere Einheit, die sich inzwischen Panzervernichtungsbrigade nannte, erhielt den Befehl, am Abend desselben Tages aufzubrechen. Es hieß, wir müssten die Reichskanzlei verteidigen. Zwei Tage zuvor standen für uns noch kleine Lastwagen bereit. doch da man mit solchen Fahrzeugen nicht mehr flexibel genug war, fuhren wir mit den Fahrrädern los. Links und rechts an der Lenkstange hing je eine Panzerfaust und neben der Tarnkleidung und Stahlhelm hatten wir Sturmgewehr, Munition, Gasmaske und noch einiges andere dabei. Schon nach kurzer Zeit hieß es, wir müssten eine andere Route einschlagen. Nachts machten wir in einem Gebäude Rast, welches in einem Waldstück lag. Als wir abfahren wollten, stellte ich fest, dass mein Fahrrad einen Platten hatte. Was tun? Ich holte aus einem Schuppen ein intaktes Rad und stellte meines dafür hin. Aber kurz vor der Abfahrt meldete sich ein Polizeioffizier, dem das entwendete Rad gehörte. Meinem Kompanieführer blieb nichts anderes übrig, als mich vor versammelter Mannschaft zu verdonnern, aber nach kurzer Zeit <span></span>klopfte er mir auf die Schulter und meinte, die Sache sei vergessen. Irgendwie schaffte ich noch in größter Eile, meinen Drahtesel zum Laufen zu bringen und wir fuhren weiter. Wir erlebten anschließend 3 bis 4 verrückte und dramatische Tage, waren jede Nacht woanders. Bei einer Rast reinigten wir unsere Gewehre und als ich mit meinem Fahrrad gerade in eine Scheune lief, ging ein Schuss los, der den umhängenden Blechbehälter meiner Gasmaske durchschlug und mich fast getroffen hätte. Der Mann hatte aus Unvorsichtigkeit übersehen, dass noch eine Patrone im Lauf seines Gewehres steckte.<span> </span><span></span><br />
Wir hatten inzwischen ein gewaltiges Schlafmanko. Bei den nächtlichen Radfahrten kam es immer wieder vor, dass ein Kamerad während der Fahrt auf seinem Rad einschlief und quer über die Straße in den Graben fuhr. Ich war inzwischen auch hundemüde und brachte es fertig, für 3 bis 4 Sekunden die Augen zu schließen und dabei geradeaus weiterzufahren. Vermutlich war ich nicht der Einzige, der das konnte. Es war eine Quälerei.<br />
Verpflegung und Getränke gab es sehr unregelmäßig und wir organisierten, was wir unterwegs auftreiben konnten. So aus einem Kasernenkeller Schweinefleischbüchsen, Marmeladeneimer und sogar Schnaps, den wir in unsere Feldflaschen füllten und von dem nichts mehr übrig blieb.<span></span>Bei einem Halt hatte ich ein Erlebnis, von dem ich niemand etwas erzählen durfte. Man hätte mich vor ein Kriegsgericht gestellt. Ich befand mich im Garten eines Wohngebäudes, als völlig unverhofft und zu meiner größten Überraschung ein englischer oder amerikanischer Soldat in Uniform vor mir stand und mich auf Englisch nach etwas zu Essen fragte. Meine Schulkenntnisse reichten aus, um ihn zu verstehen. Mir verschlug es fast den Atem, sagte kein Wort und gab ihm ein Stück Brot, das ich bei mir hatte, wollte ihn aber umgehend nicht mehr sehen und verschwand. Ich bin überzeugt, viele andere hätten in derselben Situation ähnlich reagiert. Ich hatte in diesem Moment nicht das Gefühl, dass ein Feind vor mir steht, sondern ein Mensch, der Hilfe brauchte. Alles, was man mir in Jahren beigebracht hatte, war in diesem Moment vergessen. Ich war über mich selbst erschrocken . . . .<span><br />
<font color="#ffffff">1</font><br />
</span><span></span>Nachdem wir das westliche Gebiet von Berlin durchfahren hatten, erreichten wir nach vielen Umwegen &#8211; es gab immer wieder Feindberührung &#8211; am Spätnachmittag des 24. April einen Vorort von Rathenow. Hier erfuhren wir von unserem Kompanieführer, dass wir die Stadt Rathenow zu verteidigen hätten. Er, der noch Tage zuvor Durchhalteparolen verkündete, schlug plötzlich leisere Töne an. Er traf mit ein paar Mann in seinem Fahrzeug von einer Lagebesprechung bei uns ein. Unterwegs kamen sie innerhalb einer Ortschaft überraschend mit der Vorhut einer russischen Einheit in Berührung und bei dem folgenden Schusswechsel wurde einer unserer Kameraden tödlich getroffen. Dieser sah noch, wie ein russischer Soldat sein Gewehr auf unseren Kompanieführer anlegte und warf sich im selben Augenblick vor ihn. Er hatte sich geopfert. Wir legten uns ins Stroh eines Bauernhofes, als schon bald der Einsatzbefehl kam und wir nachts gegen ca. 1 Uhr auf Panzern in die Stadt gefahren wurden.<span> </span>Auf dem Platz vor dem Kreisgebäude wurden wir abgesetzt und wir verschanzten uns in Schützenlöchern an der Ecke Berlinerstraße/ Bahnhofstraße in dem Vorgarten eines Wohnhauses, direkt gegenüber dem Kreisgebäude. Der Garten war damals noch zur Straße von einem Holzzaun umgeben, der über dem Erdreich einen ca. 40cm hohen Betonsockel hatte. Ohne diesen Sockel als Schutz wäre eine Platzierung von uns an dieser Stelle überhaupt nicht möglich gewesen. (Bei einem späteren Besuch in Rathenow im Jahre 1995 war der Zaun wegen der Verbreiterung der Berliner Straße nicht mehr vorhanden).<br />
Eine Zeitlang war es verhältnismäßig ruhig, bis morgens zwischen 4 und 5 Uhr die Russen das Feuer eröffneten. Russische Infanteristen waren ebenfalls nachts in die Stadt eingedrungen und bereits bis auf vielleicht 100 bis 200 Meter zu uns vorgestoßen. Dass wir so überrascht werden, damit hatten wir nicht gerechnet. Wir schossen aus unseren Löchern zurück. Als ein deutscher Panzer kam und in ein Sträßchen links vom Kreisgebäude einbog, liefen wir <span></span>hinter diesem Panzer her und warfen Handgranaten über eine hohe Backsteinmauer, hinter der die Russen sein mussten. Wir krochen wieder in unsere Schützenlöcher direkt gegenüber dem Kreisgebäude und leisteten heftigen Widerstand, so dass es den Russen trotz Übermacht nicht gelang, das Kreisgebäude zu besetzen. Das ging bis zum Nachmittag. Ich beobachtete, wie das obere Dachgeschoss des Kreisgebäudes von einer Granate der Russen getroffen wurde und lichterloh brannte. Die Schießerei Mann gegen Mann ging weiter und jetzt waren die Scharfschützen in Aktion. Als es kaum noch möglich war, links von uns die Straße zu überqueren, beobachtete ich, wie es einem früheren jungen Ausbilder aus Güterfelde gelang, wie ein Baumstamm rollend mit einer ‚Affengeschwindigkeit’ über die Straße zu gelangen. Ich war verblüfft, wie schnell er das machte und ich hatte dieses Abrollen vorher so noch nicht erlebt. Am Spätnachmittag rief ich meinem Kameraden in dem unmittelbar daneben befindlichen Schützenloch zu, wir müssen hier weg, denn es war keiner der anderen Kameraden mehr zu sehen.Da ich keine Antwort bekam, <span></span>sah ich mich nach ihm um und stellte fest, dass er von einem Kopfschuss getroffen in dem Schützenloch lag. Sein Stahlhelm war vorn in Stirnhöhe durchschossen. Der Kamerad war bewusstlos, aber ich merkte, dass er noch lebte. Zur gleichen Zeit hörte ich einen wagemutigen Melder rufen, die Stellung würde aufgegeben und wir müssten uns ein paar Häuser weiter absetzen. Ich rief zurück, dass der schwerverwundete Soldat neben mir mitgenommen werden muss. Um nicht selbst getroffen zu werden, zogen wir ihn in fast liegender Stellung aus dem Loch und schleppten ihn hinter eine schutzgebende Mauer. Der Melder meinte, wir müssten die Straße überqueren. Aber das war sehr riskant, da die Straße im Schussfeld der Russen lag. Ich sah noch in ca. 100m Entfernung auf der Berliner Straße in östlicher Richtung einen quer über dieser Straße liegenden Baum, hinter dem sich vermutlich ein russischer Schütze verschanzt hatte. Wir rannten dann mit dem Schwerverwundeten los, so schnell wie es eben möglich war. . . .<br />
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<span></span><span></span><span></span><strong>Flucht aus dem Lazarett in Glöwen<br />
<font color="#ffffff">1<br />
</font></strong>Wir hörten inzwischen, dass die Front immer näher kam, viel zu schnell. Es war ein gespenstischer Donner. Plötzlich wurde unsere Zimmertüre aufgerissen, der Sani kam einen Schritt ins Zimmer und rief: „Russische Panzer im Dorf!“ und schon war er wieder weg. Für mich gab es nichts mehr zu überlegen, ich wollte nur weg, schnellstens weg. In der nächsten Sekunde riss ich den weißen Kissenbezug vom Kissen und warf meine Utensilien aus der Nachttischschublade hinein, hüpfte zum Schrank und fand dort Hose, Jacke bzw. Waffenrock, den linken Stiefel, einen Socken und zog mich in größter Eile an, wobei ich mein Nachthemd anließ. Der fehlende rechte Stiefel und der Socken, die nach der Verwundung voller Blut waren, wurden vermutlich weggeworfen. D.h., ich musste ohne den rechten Schuh losziehen. Ich meine, nach 2 bis 3 Minuten war ich schon aus dem Zimmer. Leider konnte ich dem Zimmerkameraden nicht helfen. Da ich infolge meiner Verwundung mit dem rechten Fuß noch nicht auftreten konnte, hüpfte ich mit dem linken Bein ca. 200 m zum Ausgangstor, über der Schulter <span></span>hängend mein weißes Säckchen. Ich biss auf die Zähne, um meine Schmerzen zu unterdrücken.<br />
Was ich dann im Laufe des Tages noch erleben sollte, ging mir auch nach vielen Jahren nicht mehr aus dem Kopf. Ich kam gerade zum Tor, als ein Wehrmachtslastwagen auf dieses zufuhr, stoppte und der Fahrer herunter sprang. Die Ladefläche war voll von verwundeten Soldaten, die der Fahrer in dem Lazarett abliefern wollte. Ich hörte den Fahrer, wie er den Verwundeten zurief, „Es sind nur noch wenige Kilometer bis zur Elbe. Wollt ihr hier bleiben oder wollen wir weiter fahren in Richtung Elbe, dort sind die Amerikaner?“. Ich hörte nur „Weiter, schnell weiter“! Ich sagte: „Ich komme mit!“ Der Fahrer half mir aufs Auto und wir fuhren los. Die Hauptstraße war aber inzwischen infolge der Flüchtlingstrecks so verstopft, dass wir kaum voran kamen und unser Vorhaben wenig Aussicht auf Erfolg hatte. Donnernde Geschütze und der furchtbare Lärm der russischen Tiefflieger sorgten für Panikstimmung. Von weitem sah man schon russische Panzer. Ich sah, wie deutsche Soldaten in Richtung Wald regelrecht davonrannten, andere versuchten, auf Pferden <span></span>ebenfalls in Richtung Elbe zu entkommen. Gegenwehr war nicht mehr möglich, es ging nur noch ums Überleben: nach der Devise, rette sich, wer kann! Ich vergesse nicht die verzweifelten Gesichter der Flüchtlinge, alte Bauern mit ihren Pferdegespannen, Frauen und Kinder hilflos auf der Flucht, wissend, von den russischen Truppen in Kürze eingeholt zu werden. Was aus diesen Menschen geworden ist? Ich musste oft an sie denken.<br />
Als unser Fahrer auf der Landstraße kein Weiterkommen mehr sah, bog er ca. 500 Meter nach dem Ortsausgang plötzlich nach links in einen Feldweg Richtung Wald ein. Ich fand die Idee gut. Aber auch hier kamen wir sehr bald in eine für uns fast hoffnungslose Situation.<br />
Nach ca. 300 bis 400 m im Wald, war in dem sandigen Boden ein LKW stecken geblieben, an dem wir nicht mehr vorbeikamen. Was tun? Die Verwundeten sahen sich verzweifelt an.<br />
Ich dachte nur: Nachdem du als einziger den Sprung aus dem Lazarett in letzter Sekunde geschafft hast, musst du dich jetzt weiter durchbeißen. Ich hörte einen vorbei rennenden Soldaten uns zurufen: „Hitler ist tot!“ Ich meine, das war uns damals völlig gleichgültig.<span></span><br />
Es war eine Situation, wo selbst die Schergen der Standgerichte davon gerannt wären. Mein Selbsterhaltungstrieb machte trotz meiner Verwundung in mir Kräfte frei, die Müdigkeit war wie weggeblasen, ich war hellwach, ich wollte überleben.<br />
Ich stieg vom Wagen, meine Schmerzen spürte ich nicht mehr und hatte vor, mich im Wald zu verstecken. Dabei erinnerte ich mich, wie man uns noch beim Reichsarbeitsdienst beigebracht hatte, sich im Liegen einzugraben. Das wollte ich tun.<br />
Neben dem vor uns stecken gebliebenen Fahrzeug sah ich am Wegesrand ein Paar fast neue Fallschirmspringerstiefel, die mir zum Glück passten und die ich schnellstens anzog. Außerdem tauschte ich meinen Waffenrock mit dem Ärmelstreifen ‚Feldherrnhalle’ gegen einen grauen Rock der Wehrmacht, der ebenfalls am Wegesrand lag. Soldaten hatten sie bei ihrer Flucht zur Elbe weggeworfen. Mit dem neuen Schuhwerk humpelte ich mit Hilfe eines im Graben liegenden Steckens in den Wald und begann mich mit den bloßen Händen einzubuddeln, bis ich plötzlich Geräusche von Panzern hörte und in ca. nur noch 150m Entfernung russische Soldaten den Wald durchkämmen sah. <span></span>Wegen der Gefahr, von den durchstreifenden Soldaten in dem Loch entdeckt zu werden, humpelte ich wieder zu unserem Lastwagen, als ich plötzlich von hinten am Hals gepackt wurde. Ich drehte mich um, ein russischer Soldat stand vor mir, der seine Pistole auf meine Brust drückte. . . .</p>
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		<title>Kapitel 3</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 12:10:26 +0000</pubDate>
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		<title>Buch erschienen</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 14:37:11 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch ist am 10. Dezember 2007 erschienen.</p>
<p>Zu beziehen ist es über:<br />
Elbe-Havel Verlag • Steffan Warnstedt<br />
Havelberger Straße 1, 39539 Havelberg<br />
Ruf: 039382 &#8211; 7248 • Fax: 039382 &#8211; 39539<br />
<a href="mailto:info@grafikmacher.de"> info@grafikmacher.de</a></p>
<p>Stefan Funk<br />
Wupperstraße 19<br />
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