Über den Autor
Geboren wird Herbert Karl Funk am 28. November 1928 in Nachitschevan, einem Vorort von Rostow/Don am Schwarzen Meer in Russland. Sein deutscher Vater ist vor dem Ersten Weltkrieg dem Ruf nach Fachkräften gefolgt. Er lernte dort eine Deutsche aus dem Baltikum kennen und heiratete Ende des ersten Weltkrieges.
Wegen der unsicheren politischen Zeiten übersiedelt die Familie mit ihren drei Söhnen Ernst, Kurt und Herbert Karl nach Oberesslingen am Neckar. Dort betreibt der Vater eine Küferei und Schnapsbrennerei.
Herbert Karl Funk kommt mit zehn Jahren zum Jungvolk, mit vierzehn Jahren in die Hitlerjugend und wird ein Jahr später für die Wehrmacht gemustert und zum Reichsarbeitsdienst verpflichtet. Mit sechzehn Jahren erhält er seine Einberufung zur Panzerjagdbrigade “Feldherrenhalle” und kommt nach Güterfelde.
Ende März 1945 wird er zum Kriegseinsatz geschickt, der ihn nach Rathenow im Havelland (Brandenburg) führt. Er wird verwundet ins Lazerett Glöwen in der Prignitz eingeliefert. Herbert Karl Funk flüchtet vor den anrückenden sowjetischen Truppen zu den Amerikanern nach Stendal. Es gelingt ihm aus der Gefangenschaft zu entkommen und auf abenteuerliche Weise gelangt er in seine Heimatstadt Oberesslingen.
Nach mehreren Lehren und einem Studium an der Fachhochschule Heizungstechnik arbeitet er dreizehn Jahre in der Schweiz und heiratet dort seine Frau Ellen, die er im Urlaub in Prien am Bodensee kennen lernt.
1966 ziehen sie mit Ihren beiden Kindern Stefan und Helga zurück nach Solms bei Wetzlar, wo er am 13. November 2007 verstirbt.
In memoriam
Unser Vater kann das Buch leider nicht mehr in seinen Händen halten. Er ist nur einen Monat vor Bucherscheinung verstorben. An dieser Stelle möchten wir ihm danken, dass er sich der Vergangenheit gestellt und sich damit intensiv auseinandergesetzt hat und uns dadurch an der Geschichte hat teilhaben lassen. Dieses Buch hat unsere Familie sehr miteinander verbunden. So war es für uns sehr schön, durch die Mithilfe am Lektorat die Entstehung des Buches mitverfolgen zu können. Diese Aufgabe haben in erster Linie unsere Mutter und mein Schwager und ich, Helga, übernommen. Ebenso war es für mich als Sohn ein wichtiges Erlebnis, im Herbst 2007 unseren Vater nochmals im Havelland, in der Prignitz und der Altmark zu den Stätten des Geschehens zu begleiten. Unserer Mutter möchten wir ganz besonders dafür danken, dass sie unserem Vater bei seinem Buch immer zur Seite stand und ihn sehr dabei unterstützte.
Stefan Funk und Helga Bartak, geb. Funk